Wir dürfen nachts wieder dem Regen zuhören und von Sonne geweckt werden.



Unser Hotel im Schärengarten von Stockholm liegt sehr ruhig in Alleinlage am Wasser und einem Golfplatz.


Das Frühstück ist ausgezeichnet. Wir genießen es auf der Terrasse mit wunderbarem Blick.
Die Optionen für den Tag werden abgewogen und wir entscheiden uns für einen Tagesausflug auf die Insel Sandhamn.
Das Auto ist gepackt und wir wollen unsere Rechnung bezahlen. Der junge Mann an der Rezption sucht uns vergeblich in seinem Computer. Wir warten weitere 10 Minuten, ohne Ergebnis.
Der inzwischen verzweifelte, junge Mann, entschuldigt sich. Er sagt, wir können nicht bezahlen, uns gibt es nicht.
Wir sind uns nicht sicher, ob er in der 1. Stunde auf der Hotelfachschule aufgepasst hat: Warum man ein Hotel betreibt?…
Wir verabschieden uns, er entschuldigt sich nochmal, wir reisen weiter.
Die Reise zum Fähranleger ist kurzweilig. Wir wollen zum Fähranleger in Stavsnäs.
Es ist Midsommerwochenende. Alle sind unterwegs und gut gelaunt.


Kurz vor der Fähre platzen die Parkplätze aus allen Nähten.
Die Lage von Sandhamn, ziemlich weit draußen auf dem offenen Meer, hat diesen Platz zu einem beliebten Aufenthaltsort für Sommergäste und Segler gemacht. Sandhamn ist ein Zentrum für die Sommeraktivitäten der Königlich-Schwedischen-Segelgesellschaft (KSSS) und somit ein klassischer Startplatz für verschiedene Segelregatten.
Obwohl der touristische Ort überquillt, gibt es alles nur auf schwedisch.
Ein Parkplatz gibt es nirgends.
Die Blechlawine steht auf jedem Grashalm, Blümchen, Zufahrten und Waldwegen. Nur verzweifelte Autofahrer.
Ich habe kürzlich von einem Schweden gehört, bei einem Besuch in Deutschland fühlt er sich wie 1976.
Ich würde jetzt antworten, an einem solchen Hotspot hätte der Deutsche bereits 1976 ein Parkhaus gebaut.
Wir verzichten auf einen Besuch der Insel und wollen uns gar nicht vorstellen wie es dort zugeht.
10 km weiter verbringen wir diesen herrlichen Tag lieber entspannt an einem schönen Strand.


Am Nachmittag fahren wir nach Stockholm. Hier ist es recht leer.
Die meisten sind ja aufs Land gefahren.
Alle, die geblieben sind, bewegen sich nach Djurgården. Wir auch. Das einzige Hotel neben dem örtlichen und ältesten Freilichtmuseum (der Welt) – Skansen ist unser Ziel.
Hier steppt der Bär und wir mittendrin.
Skansen wurde ursprünglich als Anhang zum Nordischen Museum geschaffen und als erstes Museum seiner Art eröffnet.



Die Idee oder Aufgabe war die Sicherung, Erhaltung und Konservierung bzw. die Wiederaufstellung und Rekonstruktion von typischen Bauten und authentischen Objekten, deren Ausstattung, Einrichtungen, Möbeln, Geräte, Werkzeugen usw.




Die meisten Häuser wurden umgesiedelt.




Ungefähr 150 Gebäude aus allen Landesteilen und aus unterschiedlichen sozialen Umgebungen wurden in das Museum überführt.
Von Anfang an wollte Hazelius auch die Tierwelt Skandinaviens zeigen.

Rentier


Wir wollen an diesem Ort ein wenig von den Bräuchen an diesem Wochenende miterleben und werden nicht enttäuscht.


Leider gibt es keine Hinweise auf zu erwartende Musik, Tänze o.a.
Trotzdem die Hälfte aller Besucher deutsch spricht und der Rest englisch, werden nur manchmal englische Texte angeboten. Schade, das man sich nicht besser auf die zahlenden Kunden einstellt. Es wäre sehr einfach eine App in vielen Sprachen zu ermöglichen. Das ist uns in Vimmerby auch aufgefallen.
Wir folgen den Klängen der Musik und kommen zum Festplatz.
Paula darf den ungarischen Tanz spielen und die Leute erfreuen.



Dann wird um den geschmückten Baum getanzt. Wir haben viel Spaß.

Auf den Freiflächen in Skansen sitzen viele Familien und Menschengruppen und genießen ihren Feiertag.



Auf dem Weg zum Ausgang sehen wir noch viele blumengeschmückte Menschen. Der Haarkranz wird tagsüber gepflückt und gebunden.
Den ganzen Tag kommen wir zu der Ansicht: schade, dass es dieses wunderbare Fest nur in diesem Land gibt, der Sommer braucht mehr solche Feste.