Studzieniczna, auf den Spuren des Papstes und Erholung in wunderbarer Natur

05. Juni 2019

Im katholischen Polen gibt es eine Menge Orte, die von den Gläubigen in besonderer Weise verehrt werden. In unserem beschaulichen Dorf Studzieniczna soll im Jahre 1770 ein Mönch, welcher als Einsiedler hier lebte, eine Kapelle neben einer Quelle gebaut haben.

Brunnen zur Quelle

Dieser Quelle wurden magische Kräfte wie Heilung zugeschrieben.

Am 9.6.1999, also vor fast genau 20 Jahren besuchte Johannes Paul II, diese Kapelle.

Erinnerung an den Papstbesuch

Der außergewöhnliche Gast sagte: “ Ich war hier mehrere Male, als Papst jedoch zum ersten und letzten Mal.“

Kapelle von außen und innen

Sehenswert ist auch die benachbarte Holzkirche mit Verzierungen aus Geweihen.

Holzkirche von außen und innen

Von Augustow gelangt man hier her, wenn man die “ Papstroute“ bucht.

Am frühen Morgen entdeckten wir , das dieser Ort nur 100 Meter neben unserer wunderbaren Herberge liegt.

Liebevoll eingerichtet Herberge

Nach einem Frühstück, das aus eigener Herstellung und sehr reichlich war, liehen wir uns zwei Fahrräder, um einmal um den See Studzienicne zu fahren.

Schlachtplatte und hausgemachter Käse zum Frühstück

Dieses Gebiet mit dem Urwald Augustowska ist ein wahren Radfahrparadies und eine wunderschöne Gegend mit außergewöhnlicher Natur und sauberen Flüssen und Seen.

Skulpturen am Wegesrand

Einige Seen sind über 100m tief. Außerdem befinden wir uns im Länderdreieck Polen- Weissrussland- Litauen.

Die Hauptflüsse in der Woiwodschaft Podlaskie liegen im Flussgebiet der Weichsel.

Die 18 Schleusen wurden im 2. Weltkrieg komplett zerstört. Allesamt wurde seitdem neu aufgebaut und die jeweiligen Schleusenwärter erhielten landestypische Holzhäuser.

Unsere Radltour war ein schönes Erlebnis. Statt wie in Breslau Zwerge zu sammeln, suchten wir zwischen vielen Markierungen unsere Route.

Die „ausgebauten Radwege“ sind für ungeübte Radfahrer nicht geeignet, aber nach einer fundierten Grundausbildung bei der Bundeswehr steht diesem Erlebnis nichts im Wege.

Unterwegs

Belohnt wird man von der unberührten Natur und den einsamen Plätzen am See.

Nach unserer Rückkehr hat sich unserer idyllischen Halbinsel in einen „Touristenmagnet“ verwandelt.

Das stört uns nicht, wir haben Zugang zu dem ruhigen Bereich am See und das nutzen wir jetzt mit einem Buch und einem Liegestuhl.

Hier treffen wir auf sehr entspannte und freundliche Menschen, die als Selbstversorger sehr kompetent sind.

Blick in die Werkstatt, die gleichzeitig Nähstube ist

Zum Ausklang des Tages entschieden wir uns für eine Paddeltour in der Abendsonne und genossen unseren frisch zubereiteten Fisch. Die einzigen Abendbrotgäste war eine Schwanenfamilie.

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